Regionale Entwicklungen und warum wir diesen mehr Beachtung entgegen bringen sollten

Alles muss international sein und am besten auch noch aus den Staaten kommen. Die Globalisierung macht immer alles verfügbar und Engpässe gibt es so gut wie nie. Warum sollte man daher den Blick auf die Region werfen? Wo eben diese doch meistens so gar nicht hip ist und wahrscheinlich noch nicht einmal eine Facebook Seite hat.

Und doch schaffen es regionale Projekte seit Jahren, immer weiter an Bedeutung zu gewinnen. Oftmals mit Hilfe cleveren Marketings oder einem coolen Produkt, welches insbesondere im Bereich Nachhaltigkeit auftrumpft. Der Boom ist da, doch ganz so leicht ist die Etablierung eines regionalen Betriebs dann doch nicht. Besonders dann, wenn große Unternehmen auf die regionale Schiene mit aufspringen.

Deutschland macht da keine Ausnahme und selbst viele größere Wirtschaftsbetriebe, wollen immer mehr als regionaler Lieferant gesehen werden. So hat EDEKA beispielsweise eine Werbekampagne ins Leben gerufen, die einzig allein darauf ausgerichtet war zu offenbaren, wie viel EDEKA doch aus der Region bezieht. Aber wieso ist eben so ein Trend gut? Und warum sollte er nicht versiegen?

Regionale Projekte, Produkte und Unternehmen haben alle samt eins gemeinsam – Das erwirtschaftete Geld bleibt in der Region und in Deutschland selbst. Nicht zuletzt ist das gut für die Wirtschaft, und auch für die Menschen. Mit wachsenden Umsatzzahlen kommt auch der steigende Bedarf an Arbeitskräften. Diese werden direkt aus den umliegenden Gemeinden rekrutiert und somit steigt das gesamte Einkommen dieser an.

Doch machen regionale Anbieter meistens auch darüber hinaus mehr für die Region, als die Supermächte in der Unternehmenswelt.

Sie fördern Sportvereine, gründen Organisationen und klären die Menschen über ihr Handeln auf. Einfach gesagt schaffen sie es, Vertrauen aufzubauen und so Kunden zu gewinnen. So manches, regional gestartetes Unternehmen hat es nach einiger Zeit geschafft, national an Bekanntheit zu gewinnen.

Doch dreht sich alles nur ums Geld? Nein. Viele der kleinen Unternehmen müssen, gezwungener Maßen sehr transparent agieren. Zu schnell tritt Fehlverhalten nach außen und würde zu einem sofortigen Aus führen. Aus dieser Kurve heraus fällt die spätere, nachhaltige Expansion direkt leichter. Dank einem solchen Denken haben es Unternehmen schon geschafft, in Verruf geratene Branchen zu korrigieren und ein neues Bewusstsein zu schaffen.

Ein solches Bewusstsein zu schaffen ist nicht leicht. Zu oft haben wir den Fokus schon auf ein Produkt oder ein Unternehmen gelegt, dem wir vertrauen oder welches wir mögen. Oftmals stellt man sich quer wenn man dann erfährt, dass eben jenes Produkt oder Unternehmen weit davon entfernt ist ökologisch oder regional zu agieren. Umdenken ist dann die Devise und das klappt vor allem in Städten.

Besonders spannend sind die Entwicklungen in meinungsbildenden Städten wie Berlin oder Hamburg. Schaffen es Unternehmen dort geschlossen, regional aufzutreten, wird der Trend schnell kopiert und verbreitet. Dank wachsendem Bewusstsein haben es dort insbesondere Lebensmittelketten geschafft, den Sprung weg von Massenware und hin zu regionalen Erzeugnissen zu schaffen. Nun warten wir gespannt auf weitere Innovationen und dabei ist jeder von uns gefragt. Denn nur wenn die Nachfrage kontinuierlich steigt bleibt es für Unternehmen spannend, sich auf regionaler Ebene zu vermarkten.v